11720217_1201326206551551_1993234732_o

      Diagnostik

 

Dopplersonographie

Als technische Basisuntersuchung kann die Dopplersonographie zum Einsatz kommen. Hierbei wird mit einer Stiftsonde die Funktionsfähigkeit oberflächlicher Venen untersucht. Durch Kompressionstests und Berücksichtigung der Atemfunktion können Funktionsstörungen in den Venen festgestellt und genauer eingegrenzt werden.

Duplexsonographie

Der heutige Goldstandard der Venenuntersuchung ist die Duplexsonographie. Die beschriebene Technik der Dopplersonographie kann hier mit einem zweidimensionalen bzw. dreidimensionalen Ultraschall-Schnittbild und zusätzlicher Farbkodierung des Blutflusses verknüpft werden (Duplex-Mode). Das Fließverhalten des Blutes wird sichtbar gemacht und mit der Gefäßmorphologie kombiniert. Somit können die arterielle Durchblutung einerseits, aber auch gerade venöse Stauungen im oberflächlichen Venensystem (epifasziale Insuffizienz) oder im tiefen Venensystem (tiefe Leitveneninsuffizienz) beurteilt werden. Besonders venöse Stauungen, Thrombosen des tiefen und oberflächlichen Venensystemes und arterielle Durchblutungsstörungen können so schonend und schnell beurteilt werden. Unsere Geräte beziehen wir ausschließlich von der Firma Esaote, welche seit Jahren führend auf dem Weltmarkt in der Entwicklung von Duplexsonographen ist

 

 Intima Media Messung

Es handelt sich um eine Methode um Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) rechtzeitig zu erfassen. Es wird die Dicke der inneren und mittleren Gefäßwand (Intima-Media-Dicke) an der Halsschlagadern mit hochauflösender Radiofrequenztechnik gemessen. Die Dicke dieser beiden Schichten liegt bei jungen gefäßgesunden Menschen zwischen 0,5 und 0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke alle 10 Jahre um 0,1 mm zu. Je größer die ermittelten Werte darüber hinaus sind, desto höher ist das Risiko, in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Der Unterschied zur Duplexuntersuchung der Halsschlagadern besteht darin, dass es sich bei der Messung der Intima-Media-Dicke um einen prognostischen Wert handelt, wobei mit dem Duplex-Verfahren bereits bestehende Verkalkungen und Verengungen der Halsschlagadern dargestellt und vermessen werden.

Die Messung der Intima-Media-Dicke ist eine sehr zuverlässige Methode um das generelle Gefäßalter des Organismus zu bestimmen. Diese schmerzlose Untersuchung kann in unserem medizinischen Versorgungszentrum durchgeführt werden. Hier in der Praxis erfolgt die Messung an bis zu 100 Stellen im Bereich der Halsschlagadern um ein genaueres Ergebnis zu erhalten und nicht wie üblich an nur 5-6 Stellen. Mit einer speziellen Software wird die Intima-Media-Dicke dann automatisch bestimmt. Da hierbei die Messung über eine längere Strecke erfolgt, ist diese Methode zuverlässiger und genauer als eine rein manuelle Messung. So kann ihr persönliches Gefäßalter bestimmt werden.

Basierend auf dieser Messung, der Kenntnis Ihrer Lebensumstände und ihrer Laborwerte kann dann Ihr persönliches Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko ermittelt werden. Der rechtzeitige Nachweis arteriosklerotischer Gefäßveränderungen (Verkalkungen) ermöglicht den Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Folgeerkrankungen der Artheriosklerose wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 

Die Lichtreflexionsrheographie (LRR)

Die Lichtreflexionsrheographie (LRR) ist ein Verfahren zur Messung der Venenfunktion der Beine. Bei der Untersuchung, die im Sitzen durchgeführt wird, bestimmt ein Lichtsensor die Entleerung und Wiederauffüllung der Venen bei Bewegung - ein Maß für die Funktion der Muskelpumpe und der Venenklappen. Die Untersuchung wird vor allem in der Krampfaderndiagnostik und der Verlaufskontrolle bei Venenerkrankungen eingesetzt.

 

 

 

Arterien Elastizitätsmessung

Die Untersuchung ist schmerzfrei und äußerlich ähnlich der bekannten, maschinellen Blutdruckmessung. Das MVZ Dr. med. Pflugbeil ermittlelt durch ein hochmodernes Ultraschallsystems verschiedene Werte für den Arterien-Starre-Index (ASI).

  • Blutdruck
  • Puls
  • Blutdruckamplitude oszilometrisch

Für Sie wichtig: Je niedriger der ASI-Wert ist, umso elastischer und damit gesünder ist Ihr arterielle Gefäßsystem.

Aus der ASI-Messung in Kombinationen mit den Parametern der Framingham-Risiko-Analyse steht eine wissenschaftlich anerkanntes Screening-Untersuchung zur Verfügung. So kann für jeden das persönliche Myokardinfarkt- und Apoplexrisiko abgeschätzt werden. Durch diese Messung wird der Zustand Ihres arteriellen Systems derzeit bestens dargestellt. Ihr Vorteil ist, dass eine beginnende oder auch fortgeschrittene Atheriosklerose frühzeitiger behandelt werden kann. Außerdem wird auf der Basis der Framingham-Risiko-Analyse Ihr persönliches Herzinfarktrisiko ermittelt und Sie können selber Einfluß auf Ihre Lebensweise nehmen zur Risikominderung.

Kernspinangiographie

Bei bestehenden relevanten arteriellen Durchblutungsstörungen kann eine ergänzende Bildgebung des Arteriensystemes sinnvoll sein. Im Falle eines relevanten Befundes mit Beschwerden oder vor einer geplanten Therapie ist eine Kernspinangiographie zur genaueren Bildgebung und Befundbeurteilung ratsam.

bGtCNOl

 

 

Die ABI Messung

Die ABI-Messung ist ein Untersuchungsverfahren, das in erster Linie in der Diagnostik der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) angewendet wird. Bei dieser Gefäßerkrankung kommt es zu einer Verengung der die Extremitäten versorgenden Arterien und somit zu Durchblutungsstörungen in den betroffenen Gliedmaßen. Von der PAVK betroffen sind im Regelfall die Beine.

Die Abkürzung ABI steht für den englischen Begriff Ankle Brachial Index, was übersetzt Knöchel-Arm-Index bedeutet. Vereinfacht dargestellt wird bei der ABI-Messung der Blutdruck im Arm mit dem Blutdruck im Bereich des Fußknöchels verglichen. Der aus diesen zwei Messwerten ermittelte Knöchel-Arm-Index ermöglicht es, eine PAVK zu erkennen und ihren Schweregrad zu beurteilen. Darüber hinaus erlaubt diese Methode aber auch Rückschlüsse auf das individuelle Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Grundprinzip der Methode ist die klassische Blutdruckmessung mithilfe einer Blutdruckmanschette,wie sie die meisten vom Besuch bei Arzt oder Ärztin kennen. Anstelle des Stethoskops wird zur Messung der Druckwerte allerdings die sog. Doppler-Sonographie benutzt - ein zu den Ultraschalluntersuchungen gehörendes Verfahren, mit dem sich der Blutfluss in den Arterien bestimmen und sicht- bzw. hörbar machen lässt.

Seit kurzem gibt es auch Systeme, die den ABI-Wert nicht mithilfe der Doppler-Sonographie sondern oszillometrisch ermitteln. Im Rahmen einer solchen Messung werden die durch die Pulswellen verursachten Druckschwankungen (Oszillationen) über spezielle Arm- und Beinmanschetten erfasst und von einem Computer in Blutdruckwerte umgerechnet.

Für die ABI-Messung relevant ist der systolische Blutdruck: Dabei handelt es sich um den oberen, stets zuerst genannten Ergebniswert einer Blutdruckmessung, der den arteriellen Druck während der Auswurfphase (Systole) des Herzens angibt. Der Quotient aus dem im Knöchelbereich und dem am Arm gemessenen systolischen Blutdruck ergibt den Ankle Brachial Index.

Medizinisch-mathematisch lautet die Formel also:

  • Ankle Brachial Index (ABI)= systolischer Blutdruck Knöchel / sytolischer Blutdruck Arm

Zwischen dem systolischen Blutdruck im Arm und jenem im Bein bzw. im Knöchelbereich bestehen beim gesunden Menschen kaum Unterschiede. Dementsprechend gilt ein Knöchel-Arm-Index zwischen 0,9 und 1,2 als normal und schließt eine PAVK mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit aus. Werte unter 0,9 deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass eine Durchblutungsstörung im Bereich der Becken- und Beinarterien vorliegt. Und zwar auch dann, wenn bei den Betroffenen noch keine Symptome der PAVK aufgetreten sind.

Obwohl die ABI-Grenzwerte aus breit angelegten Untersuchungen abgeleitet wurden, sind sie nicht immer einheitlich. Der Schwellenwert wird allerdings - mit hoher Übereinstimmung verschiedener Fachgesellschaften - bei 0,9 angesetzt. Je niedriger der ermittelte Wert, desto stärker ausgeprägt ist die Behinderung des Blutflusses. Die folgenden Werte beziehen sich auf Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Angiologie/Gesellschaft für Gefäßmedizin:

  • 0,9- 0,75   = Leichte PAVK
  • 0,75- 0,75 = mittelschwere PAVK
  • < 0,5         = schwere PAVK